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Sonntag, 28. April 2019

Digitaler Unterricht aus der Praxis - Lust auf eine Blogparade

Vorneweg

Digital unterrichten ist für mich lebenlanges Lernen. Ich sehe mich daher immer am Anfang meiner digitalen Entwicklung. Ein ständiger Beta-Status. Zwar beanspruche ich für mich seit längerem das eigenständige Lernen (gezielt formuliert vor rund drei Jahren vgl. [1]), dennoch erst seit diesem Halbjahr habe ich das Gefühl via Digitalisierung einen „Durchbruch“ zu erzielen, sprich es formt sich langsam ein Konzept (dank Twitterlehrerzimmer). Dieses Konzept habe ich für mich in dem „Dreischritt“ zusammenfasst: Sammeln, Üben und Zusammenführen.

Samstag, 13. April 2019

Vor Scheuklappen ist niemand gefeit (IMHO)

In meinem letzten Artikel [vgl. 1] schrieb ich, dass ich der Twitter-Gemeinde viele Ideen und Anregungen verdanke, die meine Unterrichtsgestaltung bereichert haben. Dennoch gibt es einen Umstand, der selbst vor modernen Pädagoginnen und Pädagogen nicht Halt macht:

Ohne eine nähere Definition zu pauschalisieren.

In Bezug auf die Nutzung von digitalen Werkzeugen für den Unterricht erkenne ich Parallelen hinsichtlich des Begriffes „Lehrerzentriert“ [vgl. 2].

Sonntag, 24. Februar 2019

Vom Teufel geritten... (IMHO)

Seit kurzem bin ich Mitglied der Twitter-Gemeinde. Verschiedene Beweggründe brachten mich dorthin:
  • eine neue Plattform für meine Artikel zu finden, da Google+ abgeschaltet wird,
  • mich mit anderen Kolleginnen und Kollegen zum Thema Digitalisierung der Bildung austauschen.
  • mich über den "Geist" der Zeit zu informieren.

Montag, 14. Januar 2019

Knapp genau ist auch getroffen (IMHO)

Die Hattie-Studie geht in eine weitere Runde (vgl. [1]). Wenig überraschend ist die Kernaussage, dass der Lehrer entscheidend für den Unterricht ist. Die Wirkung von digitalen Medien auf den Unterricht wird ebenfalls näher betrachtet. Dabei bescheinigen sie diesen eine geringe Wirkung auf den Unterricht. Naturgemäß stürzen sich die Medien auf diese Aussage, um "kritisch" über den Sinn von Medien im Unterricht zu berichten (vgl. [1, 2, 3]).

Davon abgesehen, dass die Studie unter Pädagogen umstritten ist, bin ich mir beim Autor, Prof. Dr. Klaus Zierer, der diese Studie als Grundlage für seine Veröffentlichungen nutzt, hinsichtlich seiner Ausrichtung unschlüssig. In einem Interview (vgl. [3]) zeichnet er sich durch Medienkritik aus, mit der er vermutlich ein Anwärter auf den Anti-Digital-Argumente-Bingo-Preis wäre (vgl. [4]). Dass das Interview kein "Ausrutscher" war zeigte er mit seinem Buch "Lernen 4.0" (vgl. [7]). Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Presse die Studie als Beweis sieht, dass die digitale Medien nichts im Unterricht zu suchen haben. Er verbiete sogar in seinen Vorlesungen Laptops und Tablets. Es irritiert, dass er dennoch nicht ganz abgeneigt ist, Medien einzusetzen, denn dies betrachtet er als weltfremd. Er sieht die Vorteile in einzelnen gezielten Anwendungen. Ich schätze, dass diese Darlegung ebenfalls zum Bingo gehören könnte, da dies zur Standardargumentation der Gegner gehört. Es scheint, als würden sie den Befürwortern damit einen Brocken zu werfen wollen.

Ich lese die Studie anders:
  • Kein Unterricht wurde schlechter durch digitale Medien. In jedem Fall gleich oder besser, somit sehe ich dies als positiven Effekt. Aus dieser Überlegung leitet sich der Titel ab.
  • Würde in die Ausbildung und Fortbildung bezüglich der Neuen Medien mehr investiert, dann wäre der Effekt deutlich positiver ausgefallen, denn dies zeigte diese und die Hattie-Studie zuvor (vgl. [1, 6]).
  • Die Auslegung der Studie legt nahe, dass man auf digitalen Unterricht verzichten sollte. Diese Auffassung ist in der jetzigen Situation im Hinblick auf die Vorbereitung auf die Berufswelt und in der Betrachtung des aktuellen Standes der Medienbildung (der aktuelle Hacker-Skandal bei Politiker und Journalisten fällt da rein) nicht tragbar. Vielmehr sollte der Umkehrschluss sein, mehr in die Ausbildung der Lehrkräfte in diese Richtung zu unternehmen, damit digitaler Unterricht sinnvoll funktioniert, denn er ist jetzt schon mindestens gleich oder effektiver.
  • Die Auslegung suggeriert, dass die Befürworter rein auf die Technik setzen. Diese Auslegung ist falsch, da weder diese Studie noch andere Berichte diese Bestrebungen belegen. Vielmehr sollten wir die Grabenkämpfe beilegen und uns endlich um sinnvolle Konzepte bemühen.
  • Die Auslegung suggeriert, dass man mit analogen Mitteln immer einen guten Unterricht erstellt. Betrachtet man die Ergebnisse der Studie genau, ist eine solche Schlussfolgerung nicht nachvollziehbar. Eher ist es so, dass digitale Mittel mindestens zu einem ebenbürtigen Unterricht führen.
Ich finde es bedauerlich, dass eine solche Studie, die trotz aller Kritik viel Potenzial bietet, auf diese Weise reduziert wird, um den Grabenkrieg weiterzuführen (vgl. [8]). Parolen wie "Lernen bleibt Lernen" (vgl. [1]) oder Schlagzeilen "Der Lehrer ist wichtiger als das Tablet" (vgl. [3]) oder "Revolution sieht anders aus" (vgl. [1]) helfen nicht weiter, diese Studie entsprechend zu betrachten. Zierer erweist seinerseits dem Thema einen Bärendienst, wenn er Interviews wie bei der "Augsburger Allgemeinen" abgibt (vgl. [3]) und Bücher mit dem Titel "Lernen 4.0" (vgl. [7]) veröffentlichen lässt.

Vielleicht wartet man einfach auf das Buch, das dazu erscheint. Denn Zierer kann sich nämlich sachlich mit dem Thema auseinandersetzen (vgl. [9]) und in Koorperation interessante Kurse anbieten (vgl. [10]), die eine negative Haltung der Digitalisierung nicht vermuten lässt. Ebenfalls erklärt sich an anderer Stelle sein Ansatz "Lernen bleibt Lernen" (vgl. [11]), der sich dadurch besser nachvollziehen lässt.

Seine Meinung zu diesem Thema bleibt mir ein Rätsel, denn besonders ein Kommentar von ihm zeigt, dass er beispielsweise mit dem Slogan "Pädagogik vor Technik" unterschwellig unterstellt, dass die Befürworter der Digitalisierung dies nicht im Blick haben und nicht so angehen (vgl. [12, 7]). Dies ist eine klassische Suggestion der Gegner der Digitalisierung (vgl. [13]). Auf der anderen Seite scheint er sich stark zu machen, um die Medienbildung und Medienkompetenz in der Lehrerausbildung zu fördern.

Zum Schluss bleibt mir zu sagen: Gegenhalten kann man, dass es Studien gibt, die den positiven Effekt bescheinigen, ohne polemischer Interpretation auskommen und ohne Tamtam auskommen, weil Bücher verkauft werden müssen (vgl. [5]).


Quellen
[1] https://www.sueddeutsche.de/bildung/digitalisierung-schule-tablet-1.4275720
[2] http://www.haz.de/Nachrichten/Medien/Netzwelt/Machen-digitale-Medien-den-Unterricht-besser
[3] https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Der-Lehrer-ist-wichtiger-als-das-Tablet-id43141521.html
[4] http://blog.doebe.li/Blog/AnwaerterAufAntiDigitalArgumenteBingoPreis2019
[5] https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/digitale-medien-nutzen-schueler-100.html
[6] https://sozpaed99.blogspot.com/2017/07/bitte-sachlich-bleiben-imho.html
[7] https://axelkrommer.com/2018/04/16/warum-der-grundsatz-paedagogik-vor-technik-bestenfalls-trivial-ist/
[8] https://sozpaed99.blogspot.com/2018/12/endlich-ende-der-kreidezeit-imho.html
[9] https://www.news4teachers.de/2018/09/digitale-bildung-worauf-es-beim-computer-einsatz-im-unterricht-wirklich-ankommt-ein-interview-mit-dem-bildungsforscher-klaus-zierer/
[10] https://mooc.house/courses/lernen40-2018
[11] https://www.die-debatte.org/digitalisierte-kindheit-interview-zierer/
[12] https://www.qualitaetsoffensive-lehrerbildung.de/de/kommentar-digitalisierung-und-lehrerbildung-1876.html
[13] https://sozpaed99.blogspot.com/2019/01/die-sechs-suggestionen-der-gegner-der.html

Sonntag, 13. Januar 2019

Die sechs Suggestionen der Gegner der Digitalisierung in der Bildung (IMHO)

Seit einiger Zeit mache ich einen neuen Trend bei den Gegnern (oder positiv formuliert: den Skeptikern) der Digitalisierung der Bildung aus. Sie arbeiten deutlich stärker mit Suggestionen, wobei die Tendenz dazu zuvor vorhanden war.

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Endlich Ende der Kreidezeit (IMHO)

Arne Ulbricht beschreibt, dass er nichts mit den ActiveBoards anfangen kann. (vgl. [1]) Seine Begründungen sind nicht neu. Es ist möglich, dass diese Darstellungen auf seine Schule zutreffen. Sie reichen für eine allgemeine Verurteilung dieser Technik nicht aus und sind in diesem Kontext falsch:

  • ActiveBoards lassen sich nicht aufklappen: wie einige Kommentatoren ebenfalls anführten, gibt es diese Tafeln ebenso mit Flügeln, um Schülerinnen und Schüler hinter diese etwas schreiben zu lassen. An meiner Schule haben wir solche Tafeln. Rein technisch könnte man Schülerinnen und Schüler diese Aufgaben auf einem Smartphone oder Tablet fertigen lassen und zu gegebener Zeit, diese an das ActiveBoard zu übertragen.
  • Zeitgleiches Schreiben ist nicht möglich: in der Regel unterstützt die Software, die zu den ActiveBoards mitgeliefert wird, ein zeitgleiches Schreiben von mehreren "Händen" und "Fingern".
  • die Handschrift wird in eine Einheitsschrift umgewandelt: dies trifft bei keiner Tafel zu, die ich bisher kennengelernt habe. Im schlimmsten Fall ist das Display "pixelig", was sich auf die Schrift überträgt. Ansonsten bleibt eine Handschrift eine Handschrift.
  • eine Schiefertafel geht nie kaputt, die Technik eines ActiveBoards schon: es ist korrekt, dass ActiveBoards mehr Pflege bedürfen und bei einem Ausfall im besten Fall die Hälfte der Tafel nicht zu gebrauchen ist. Die Behauptung, dass eine Schiefertafel nie defekt werden kann, ist sehr weit hergeholt, denn dies lässt sich leicht durch eigene Erfahrung wiederlegen.
Ich persönlich sehe das Positive an dieser Technik:
  • bei Schiefertafel habe ich oft Kreide an der Kleidung. Meine Hände sind grundsätzlich mit Kreide verdreckt.
  • Das Tafelbild kann man nicht speichern. Die Abschrift ist unzulänglich, da sich ein Tafelbild nicht 1:1 auf ein DIN A4-Blatt übertragen lässt.
  • zu Hause kann ich ein Tafelbild vorbereiten und "genau" an das ActiveBoard übermitteln.
Trotz der Vorteile bevorzuge ich die Kombination Whiteboard (nicht ActiveBoard) mit Beamer, denn dies hat folgende entscheidende Vorteile:
  • ich kann meine eigene Technik mitbringen.
  • ich kann auf die Technik verzichten, wenn ich es für nötig erachte.
In der Zusammenfassung wirken die Argumente von Ulbricht vorgeschoben, um sich nicht mit der Technik auseinandersetzen zu müssen. Dabei ist es evident, dass die Digitalisierung Einzug in den Unterricht nehmen muss. Nicht nur aus dem Grund, wie eine Metastudie der TU München (vgl. [2]) zeigt, weil die Digitalisierung den Unterricht verbessert, sondern sie ist in der Welt. Sie ist Alltag.

Können wir diese Grabenkriege beenden, um uns endlich der Weiterentwicklung des Unterrichtes zu widmen. Daher beendet die Kreidezeit.

Quellen
[1] http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/lehrergestaendnis-digitale-schule-lasst-uns-die-tafeln-a-1243293.html
[2] https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/digitale-medien-nutzen-schueler-100.html

Sonntag, 2. Dezember 2018

Es gibt sie doch... die guten Beiträge zur Digitalisierung

Ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, auf solche Beiträge, wie aus dem Deutschlandfunk, zu treffen.

In dem Beitrag "Digitalpakt: Sind unsere Schulen bereit für die Digitalisierung?" wird sich sachlich mit dem Thema auseinandergesetzt, fernab von Lankau, Spitzer und Co.

Ebenfalls lesenswert finde ich "Nachdenken first" von Wolfgang Schimpf, da es den Rahmen der sachlichen Auseinandersetzung nicht verlässt, obwohl er subjektive Untertöne einbringt.

Freitag, 29. Juni 2018

Die Verklärung des Analogen (IMHO)

Bei der Recherche zu meinem letzten Artikel habe ich diese Art von Artikel massenweise vorgefunden. Irgendwie schießen diese Ratschläge wie Pilze aus dem Boden: man lebt besser analog. (vgl. [4], [5])

Freitag, 18. Mai 2018

Ein Smartphone macht noch keinen Sommer: Eine technische Annäherung

Im ersten Teil "Ein Smartphone macht noch keinen Sommer" widmete ich mich einer didaktischen Annäherung. Dabei vergaß ich die Anspielung auf den Titel zu beschreiben. "Ein Smartphone macht noch keinen Sommer" meint soviel, dass es mehr benötigt, als die Technik alleine. Es bedarf einer didaktischen Grundlage, die verständlich sein sollte.

In diesem Beitrag gehe ich auf eine andere Lesart dieser Überschrift ein: Es bedarf mehr, als nur ein Smartphone, sprich die technische Ausrüstung und Umsetzung ist in vielen Schulen mangelhaft bis gar nicht vorhanden. Die Arbeitsabläufe könnte durch eine technische Basis optimiert und transparenter gestaltet werden.

Sonntag, 15. April 2018

10 Gründe für die Nutzung von Smartphones in der Schule (IMHO)

Beim Thema "Neue Medien" fällt unter Kolleginnen und Kollegen der Blick meist auf die Nutzung der Smartphones. Unter dem Kollegium scheint die Meinung verbreitet, dass Smartphones mehr schaden als nutzen. In den Anfängen des Handys behalfen sich die Schulen mit einem Verbot. Mit der Entwicklung und der erhöhten Verbreitung von Smartphones stößt diese Maßnahme an seine Grenzen.

Viele Schulen beendeten das Verbot oder überlegen, wie ein Verbot gelockert werden kann, da man sich davon einen höheren Nutzen verspricht. (vgl. [8]) Grundsätzlich scheinen bestehende Regelungen nicht unumstößlich zu sein (vgl. [1]).

Ich bin ein Verfechter der Nutzung des Smartphones in der Schule. Die Gründe hierzu liste ich in diesem Artikel auf.

Sonntag, 1. April 2018

Herr Kaube, was soll das? (IMHO)

Ich gebe es zu. Ich hatte eine Bildungslücke, denn bis zum 30.03.18 kannte ich Herr Jürgen Kaube, Redakteur bei der FAZ, nicht.

Da ich ein Abo bei der FAZ habe, lernte ich ihn heute kennen. Zumindest seinen "interessanten" Schreibstil und seine Verabscheuung gegenüber der Digitalisierung im Bildungsbereich.

Wie es aussieht schreibt Herr Kaube gerne RANT-Artikel. Diese Art von Artikel müssen nicht fundiert sein und bedürfen auch keines besonderen guten Schreibstils. Und das Beste an solchen Artikeln ist, man darf alle anderen für Fehler, seien sie real oder erfunden, schuldig sprechen und dies mit Korrelationen belegen, dass einem die Haare zu Berge stehen. Der ironische Unterton darf natürlich nicht fehlen, um so was wie Witz oder kritischen Journalismus vorzutäuschen.

Donnerstag, 22. März 2018

Die Welt ist Digital. Warum nicht die Schule? (IMHO)

Das erste Mal in meinem Dasein als Lehrer war ich auf der didacta. Dieses Jahr nutzte ich die Gelegenheit, um mir diese Messe anzusehen. In erster Linie interessierte mich, was technisch alles möglich ist.

Vor meinem Besuch war mir klar, dass die Schulen in vieler Hinsicht technisch in der Steinzeit verweilen. Nach meinem Besuch weiß ich, dass selbst die Steinzeit schon die Zukunft wäre. Dieses Bild trifft bestimmt nicht auf alle Schulen zu, dennoch gehe ich von einigen aus.

Auf der didacta erlebte ich Science-Fiction. Von der Mitteilungsheft-App über riesige Touch-Monitore bis hin von der kompletten Verwaltung eines Netzwerkes via Browser bot die didacta eine weite Spannbreite an technischen Neuerungen. Sehr inspirierend empfand ich den Stand der Startups. Rückblickend sehe ich keines dieser Errungenschaften in der Schule, weil die Basis für diese Technik in den meisten Fällen vermutlich fehlt. Es ist einfach zu sehr Zukunftsmusik.

Sonntag, 27. August 2017

Erlegen wir unsere Nahrung wieder selbst... (IMHO)

Wieder Mal bin ich auf einen Artikel aufmerksam geworden, der sich unsachlich mit dem Thema digitalen Medien auseinandersetzt.

Es geht um den Artikel "Digitale Flopministerin Johanna Wanka" von Josef Kraus auf tichyseinblick.de. In dem Beitrag moniert der Autor in erster Linie, dass die Bildungsministerin ihr Versprechen des digitalen Ausbaus zurückgezogen hat. Dies ist wirklich bedauernswert.

Montag, 24. Juli 2017

Bitte sachlich bleiben (IMHO)

Beim Thema „Digitale Bildung“ scheiden sich die Geister; scheint es hinsichtlich der Umsetzung im Unterricht zwei Lager zu geben: die Befürworter und die Gegner. In der genauen Betrachtung finden sich "Gegner" und "Gemäßigte", denn mittlerweile konnten sich differenzierte Sichtweise etablieren.

Auf der Seite der Gegner der Digitalen Bildung scheint sich diese Differenzierung nicht zu zeigen. Vielmehr führen sie die unterschiedlichsten Studien an, um ihre Thesen zu belegen. Besonders heben sich ab und an Dr. Phil. Ralf Lankau (im Weiteren L.) und Manfred Spitzer (im Weiteren S.) hervor.

Vermutlich ist es kein Zufall, dass eine verstärkte Medienpräsenz beider Personen zu vermerken ist, da regelmäßig neue Publikationen (diesmal von L.) vor der Veröffentlichung stehen. In unzähligen Beiträgen und Interviews vertreten sie die Meinung, dass die Digitalisierung in der Schule, dem Lernprozess eher schadet, als nützt. In der Betrachtung dieser Veröffentlichungen zu diesem Thema vermisse ich eine sachliche Auseinandersetzung.

erschien ein Interview mit L., das aufgrund des offenen Briefes von L. und Co. geführt wurde. Beide Beiträge dienen mir als Grundlage, um exemplarisch die mangelnde Sachlichkeit im Umgang mit diesem Thema von L. und Co. darzustellen.

Dienstag, 23. Mai 2017

Sicher is sicher oder die selektive Wahrnehmung von Sicherheit (IMHO)

In dem Fall "WannaCry" sehe ich mich in verschiedenen Punkte bestätigt, die sich auf das Thema IT-Sicherheit beziehen. Einen verzweifelten Schrei der Irritation lösen in mir die vermeintlichen Experten aus, die sich untereinander überbieten in widersprüchlichen und kuriosen Sicherheitstipps. Meiner Ansicht nach zeigte WannaCry, dass die meisten dieser Tipps fahrlässig sind. Im folgenden Teil erläutere ich dies anhand typischer Aussagen.

Samstag, 19. November 2016

brain.exe ist kopflos (IMHO)

Der Begriff "brain.exe" taucht auf, wenn selbsternannte Experten über Software gegen Viren faseln. Ich dachte, dass dieser Begriff ausgestorben sei, als ich letzte Woche in einem Forum auf diesen traf.

Donnerstag, 10. November 2016

Und mir ging ein Stern auf... (IMHO)

Mit Stern meine ich die Person "William Stern". Gleichwohl er viel in seinem Bereich der Psychologie erforschte und verfasste, ist er nahezu unbekannt. Während meines Studiums zum Diplom Sozialpädagogen stieß ich auf Stern und mich faszinierten seine Arbeiten zur pädagogischen Psychologie. Überraschend für mich ist, dass sich seine damaligen Erkenntnisse nicht grundlegend von den heutigen unterschieden. Entweder war er seiner Zeit weit voraus oder die aktuelle Pädagogik ist einige Jahrzehnte in der Entwicklung zurück.

Dienstag, 19. April 2016

Die Illusion vom Nicht-Lehrerzentrierten Unterricht (IMHO)

In der Zeit meines Studiums und Referendariats wurde uns es wie Gebetsmühlen vorgetragen: lehrerzentrierter Unterricht ist schlecht. Dabei wurde nicht geklärt (Definitionen sind in der Pädagogik eher unbeliebt), was lehrerzentriert eigentlich ist. Es wurde nur weiter formuliert: Um lehrerzentrierten Unterricht zu vermeiden, ist ein schülerorientierter Unterricht umzusetzen. Die Definition des Begriffes Schülerorientierung fehlte ebenfalls. Für beide Begriffe lässt sich im besten Falle eine grobe Definition geben: Lehrerzentrierung bedeutet, dass der Fokus des Unterrichtsgeschehen bei der Lehrkraft liegt, wobei in der Schülerorientierung der Blick sich auf die Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler richtet.
Gerade wegen dieser schwammigen allgemeinen Definition bleibt es für mich noch heute interessant, wie man eine solche Gleichung aufstellen kann, ohne die genaue Definition zu kennen. Ist die Logik: Lehrer ist Gegenteil von Schüler, daher lehrerzentriert minus schülerorientiert gleich guter Unterricht? Wie definieren sich Lehrerzentrierung und Schülerorientierung? Schließen sich beide gegenseitig aus, weil es unvereinbare Gegensätze darstellen?
Diese Fragen begleiten mich im Wesentlichen weiterhin, denn ich möchte einen guten Unterricht geben (wieder so eine fehlende Definition). Aus dem Grund könnte dieser Artikel noch den Untertitel tragen: Der Versuch einer Definition von lehrerzentriertem Unterricht.
Ich entschied mich für einen Titel, ohne Zusätze. Den Begriff "Illusion" wählte ich, weil ich denke, dass sich aufgrund der fehlenden Definition manche Lehrkräfte und Pädagogen im Allgemeinen einer Illusion hingeben, wie ein nicht-lehrerzentrierter Unterricht umzusetzen ist.
Doch ein Schritt nach dem anderen. Zunächst muss geklärt sein, was unter einem lehrerzentriertem Unterricht zu verstehen ist.
Um den Weg etwas spannender zu gestalten, stelle ich zunächst meine These auf:
Jeder Unterricht ist lehrerzentriert.

Dieser These schließt sich meine nächste Feststellung an:

Schülerorientierung und Lehrerzentrierung sind Elemente desselben guten Unterrichtes

Donnerstag, 13. August 2015

Ich mache mich nackig (IMHO)

Wer jetzt hofft, eindeutige Bilder meines Luxuskörpers zu erhalten, wird enttäuscht sein. Die Eigenschaft "nackig" bezieht sich nicht auf den Körper, sondern vielmehr auf das "Sein". Oder besser gesagt, auf das "Digitale Sein".

Dienstag, 10. März 2015

Neue Welten... (IMHO)

Das Schuljahr ist ein knappes halbes Jahr rum und ich habe für mich einige neue Welten entdeckt, die ich zuvor nie oder nur unter größten Bedenken betreten hätte. Mit diesem Schuljahr habe ich entdeckt, dass diese neuen Regionen mich meinem Ziel, meine Unterrichtsmaterialien öffentlich zur Verfügung zu stellen, deutlich weiter bringen. Doch diese Erkenntnis benötigte Zeit.
Um meine Schritte zu verstehen, teile ich die Welten ein:

Die magische Zahl 14

Seitdem ich meine Bestrebungen hinsichtlich Digitalisierung des Unterrichtes intensiviere, stoße ich gehäuft auf diese Zahl. In Gesprächen...